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Die Entstehung des Hortwesens in der Stadt ZürichDer erste Mädchenhort in der Stadt ZürichDass der erste Hort der Stadt Zürich ein Knabenhort war, hatte weniger damit zu tun, dass Mädchen besser betreut waren, sondern ist vielmehr damit begründet, dass für Mädchen einerseits leichter ein Pflegeplatz gefunden werden konnte, andererseits ein Mädchen leichter einer Fremdperson anzuvertrauen war, weil es für Hauhaltarbeiten eingesetzt werden konnte. Bei den Mädchen figuriert die Rubrik „ohne regelmässige Beschäftigung“ zuletzt in der Tabelle der Erhebung. Dafür findet sich bei ihnen an erster Stelle die Rubrik „im Hause mehr oder weniger beschäftigt“, wobei mehr als die Hälfte der Mädchen auf diese Gruppe entfällt. Albert Fisler hatte aber erkannt, dass man die Mädchen zwar besser ins Arbeitsleben integrieren konnte und somit die soziale Problematik nach aussen weniger sichtbar wurde, aber dass andererseits gerade für Mädchen die Lage noch schlechter war als für Knaben, weil sie durch die Hausarbeit zusätzlich in ihrem Freiraum beschnitten wurden. „Die Mädchen bedürfen so gut als die Knaben der frischen Luft und freien Bewegung, zu deren ausgiebigem Genuss sie meist von Hause aus noch weniger gelangen als diese.“ Dieser Ungerechtigkeit sollte der Mädchenhort Abhilfe schaffen. 1891 wurde auf Initiative des Gemeinnützigen Frauenvereins die Gründung des ersten Mädchenhortes im Fraumünster-Schulhaus beschlossen.
Verfasst Ralph Ochsner, Lektorat und Zusammenfassung I. Lepori, Design
J. Soriano |
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